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Was ist der Maßstab im Kulturbereich? Vorschau auf die 9. Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement

©Mason Bryant/ Flickr

Eine Evaluation soll sachliche Antwort auf die Frage geben, ob ein Projekt oder eine Einrichtung den angestrebten Nutzen erfüllt. Das ist im Kulturbereich ein komplexer Vorgang, da der angestrebte Zweck ein abstrakter ist: Kulturelle Bildung oder die Persönlichkeitsentfaltung kann man schwierig bewerten oder gar als Zweck festlegen. Diesem Thema nimmt sich nun die 9. Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement an.

 

Die Diskussion über die Entwicklung und den Einsatz von Evaluationsmodellen im Kulturbereich spielt eine prominente Rolle in der Kulturmanagement-Forschung und -Praxis. Dabei konzentriert sich die akademische Auseinandersetzung derzeit vorwiegend auf instrumentelle und methodologische Aspekte. Dem Evaluationsprozess sind jedoch auch epistemologische, ästhetische, politische und ethische Fragen inhärent.

In Bezug auf Ziele, Zeitpunkt und Gegenstand wird oft zwischen drei Evaluationstypen unterschieden: Programmevaluation (ex-ante), Prozessevaluation (on-going) und Wirkungsevaluation (ex-post), wofür jeweils auch unterschiedliche methodische Herangehensweisen angebracht sind. Der Evaluationsbegriff wird heute jedoch für die unterschiedlichsten Formen von Bewertungen benutzt, so dass für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema auch eine begriffliche Differenzierung erforderlich ist.

Für Kulturbetriebe stellt das Thema Evaluation ein komplexes Feld dar: Dies zum Einen, weil bei Evaluationen verschiedene Dimensionen miteinander konkurrieren, wie zum Beispiel das Erreichen künstlerischer Ziele, die Wirkung der ausgestellten oder aufgeführten Kunst, die Performance der Organisation, aber auch die Satisfaktion unterschiedlicher Geldgeber, und zum Anderen, weil diesen Dimensionen auch unterschiedlichen Motivationen und Logiken unterliegen. Nicht zuletzt stehen Befürchtungen und Erwartungen der verschiedene Akteure im Raum, dass Evaluationsergebnisse für oder gegen deren Interessen in Stellung gebracht werden könnten.

Leitfragen
In diesen Zusammenhang werden im Rahmen der 9. Jahrestagung des Fachverbandes Kulturmanagement folgende Themenkomplexe und Fragestellungen für die Kulturmanagement-Forschung und -Praxis erörtert:

  • Worin bestehen die Spezifika der Evaluation kultureller und künstlerischer Projekte und Programme? Wie können die Qualität und der Erfolg von künstlerischen Leistungen erfasst werden?
  • Wie können die gesellschaftliche Bedeutung und sozio-ökonomische Wirkung von künstlerischen und kulturellen Aktivitäten operationalisiert werden? Wie können verschiedene Rationalitäten (z.B. finanzielle, ästhetische, politische Logiken) in multidimensionale Evaluationsmodelle integriert werden?
  • Welche Evaluationsmodelle dominieren gegenwärtig im Kulturbereich? In wie weit wird die gegenwärtige Theorie und Praxis der Evaluation den Bedürfnissen und Leistungen aller involvierten Akteure gerecht?
  • Welche Rolle spielen Evaluationsresultate bei öffentlichen und privaten Kulturförderern? Finden sich unterschiedliche Umgangsweisen in Bezug auf Kultursparten, institutionelle Strukturen oder Länder?
  • In wie weit beinhalten Evaluationen öffentlich geförderter Kulturprojekte und Einrichtungen immanente und oft nicht kommunizierte politische Ziele und Absichten? Inwiefern werden nicht intendierte Effekte systematisch ausgeblendet?

Programm (Auszug) :

Donnerstag, 14. Januar 2016, Fotomuseum Winterthur

17.30 Uhr Welcome: Leticia Labaronne, Bruno Seger, Tagungsleitung

17.45 Uhr Auftaktreferat: Hedy Graber, Leiterin Kultur und Soziales Migros-Genossenschafts-Bund

18.15 Uhr Begrüssung & Führung Ausstellung: Duncan Forbes, Ko-Direktor Fotomuseum Winterthur und Peter Pfrunder, Direktor Fotostiftung Schweiz

19.00 Uhr Begrüssung: Michael Künzle, Stadtpräsident Winterthur

Freitag, 15. Januar 2016, ZHAW School of Management and Law


09.00 - 09.15 Uhr
Begrüssung: Prof. Dr. Birgit Mandel, Fachverbandsvorsitzende

09.15 - 09.45 Uhr Key Note
Überlegungen zur Evaluation im Kulturbereich: Status quo, Herangehensweisen und methodische Implikationen, Dr. Vera Hennefeld, Ceval, Bereich Bildung und Kultur

10.00 Impulsreferat
Evaluation in arts management: Eine qualitative Meta-Analyse Leticia Labaronne, ZHAW

10.25 Key Note
Evaluationen: Grundprobleme und Herausforderungen Prof. Dr. Tasos Zembylas, Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien

12.00 - 12.30 Uhr Impulsreferat: Die Kunst, Kultur (nicht nur) zu messen: Forschungsstudie zu Evaluationsmethoden und Prozessen an Theatern der Region Skåne, Schweden, Jenny Svensson, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg

14.15 - 15.30 Uhr    Parallel Sessions

  • Ziele und Kulturen von Evaluationen (Session Chair: Helge Kaul)
  • Evaluationsinstrumente (Session Chair: Dr. Diana Betzler)
  • Wirkungsevaluation (Session Chair: Prof. (FH) Dr. Verena Teissl)

16.30 - 18.00 Uhr    Workshop
«Kulturmanagement als Motor der Transformation!? – Zukunftsfragen des Kulturmanagements und Konsequenzen für Praxis, Lehre und Forschung»

16.30 - 18.00 Uhr    Doktorandenkolloquium
Leitung: Prof. Dr. Steffen Höhne und Prof. Dr. Martin Tröndle

18.00 - 19.30 Uhr    Mitgliederversammlung

Samstag, 16. Januar 2016, ZHAW School of Management and Law
09.00 - 09.20 Uhr Impulsreferat: Museum Experience, Prof. Dr. Volker Kirchberg, Leuphana University, Prof. Dr. Martin Tröndle, Zeppelin University

09.20 - 09.40 Uhr Impulsreferat: Space, Movement and Attention. Zur Wirkung von Ausstellungskonfigurationen, Prof. Dr. Karen van den Berg, Prof. Dr. Martin Tröndle, Zeppelin University

09.40 - 10.20 Uhr Impulsreferat: Lässt sich Atmosphäre evaluieren?
Carsten Wernicke, Institut für Musikwissenschaft, HfM Weimar

11.10 - 11.30 Uhr Impulsreferat: Alltagsrelevanz, Freizeitpräferenzen und die Interdepenz von Besuchshemmnissen? jun. Prof. Dr. Nina Tessa Zahner, University Leipzig

11.30 - 11.50 Uhr Impulsreferat: Potential of arts-based methods for cultural evaluation, Matina Magkou, University of Deusto, Bilbao

Das komplette Programm finden Sie hier.

Die 9. Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kulturmanagement an der ZHAW in Winterthur durchgeführt.
Tagungsleitung: Bruno Seger und Leticia Labaronne, ZHAW
Tagungsausschuss: Prof. Dr. Sigrid Bekmeier-Feuerhahn, Dr. Patrick S. Föhl, Prof. Dr. Steffen Höhne, Prof. Dr. Birgit Mandel, Prof. (FH) Dr. Verena Teissl, Prof. Dr. Martin Tröndle.

Information zu Anmeldung, Übernachtung und Anreise
www.fachverband-kulturmanagement.org
www.zhaw.ch/zkm/jahrestagung2016
jahrestagung2016.zkm@zhaw.ch
Anmeldeschluss 15. Dezember 2015

Tagungsgebühr  (inkl. Verpflegung)
€ 100.– Mitglieder Fachverband Kulturmanagement
€ 130.– Nichtmitglieder (beschränkte Platzzahl)
€ 50.– Studierende
 

11.12.2015, Eva Göbel
Quelle: ZHAW School of Management and Law
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