Zur Navigation springen
Zum Inhalt springen

Kulturmanagement Network

Internationaler Informationsdienst für Kultur & Management

Sie sind nicht im
KM-Portal eingeloggt.
29. März 2017

Es folgt der Seiteninhalt

Es folgt der Seiteninhalt
Vorheriger Artikel Nächster Artikel
nächster Artikel: KM Magazin Nr. 112 - Preisfrag...
Seite zurück Liste
Bücher

Unsere Sommerlektüre-Tipps: Kultur, Management und Unterhaltung

©Books HD flickr/ CC BY 2.0

Die Theatersaison und die EM sind vorbei, die letzten Ferien schon wieder viel zu lange her. Das Sommerloch ist da und in der Urlaubszeit kann ein bisschen Abstand von harten Management -Fakten nicht schaden. Weil Kultur trotzdem unsere Herzenssache ist, haben wir Lektüre-Empfehlungen zusammengetragen, die auch ein bisschen mit den schönen Künsten zu tun haben, aber vor allem unterhaltsam und ein bisschen anders sind.

Kultur

Eckard Heintz: Don‘t burn it!: Aus dem Tagebuch eines Kulturmanagers, Open Publishing 2016.

„Burn it!“ schrieb Leonard Bernstein in das Gasteig-Gästebuch des Verfassers. Wie es zu dieser Empfehlung und deren Fehlinterpretation durch die Medien der Musikwelt kam, schildert Eckard Heintz im bunten Kaleidoskop seiner Tagebuch-Aufzeichnungen. Zwischen diesem sarkastischen Eintrag und der im Buchtitel postulierten Entgegnung entsteht ein Spannungsfeld, dessen Kräfte Anhänger und Gegner der 
Gasteig-Philharmonie seit Jahren mobilisieren und die damit immer wieder verbundene Frage aufwerfen, ob München einen weiteren Konzertsaal erhalten soll oder muss. Kulturmanager Eckard Heintz zeichnet seine vielfältigen Begegnungen mit Künstlern, Politikern und Sponsoren mit einer Mischung aus sachlich-fachlicher und auch sehr persönlicher Handschrift. Er lässt uns teilhaben an so manchen Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Akteuren, die für das Werden und Bestehen eines der größten Kulturzentren der Welt Verantwortung tragen.

Lutz Lüdemann: Hinter Frack und Fliege: Intime Geschichten um die Wiener Symphoniker 1977 bis 1988, Books on Demand 2016.

Es ist die Zeit der großen Dirigenten und Solisten in Musikverein und Konzerthaus. Aber auch bedeutende Politiker und Kulturmanager haben ihre Rolle. 
Subjektiv, stets unverschleiert, aber nie ohne Augenzwinkern nimmt der Autor den Leser mit zu den großen Dirigenten und Solisten – auch mal ganz privat. 
Carlo Maria Giulini, Georges Prêtres, Erich Leinsdorf, Gottfried von Einem, Gennadi Roshdestwenskij, Giuseppe Sinopoli, Günter Wand, Yuri Ahronovitsch, Lucia Popp, 
Wolfgang Sawallisch, Eugen Jochum
Das sind einige der Namen, die in dieser Zeit mit den Wiener Symphonikern arbeiten. Es geht natürlich auch um das Orchester, seine Protagonisten, die Ereignisse hinter den Kulissen in dieser Zeit und um Wien, das sich nicht immer schmeichelhaft darstellt. 
Der Autor, Dr. Lutz Lüdemann, Generalsekretär der Wiener Symphoniker in den Jahren 1977 bis 1988, widmet sich den Erlebnissen “hinter dem Podium”. Es geht um Geschichte als subjektives Erlebnis, leicht und locker geschrieben.

Kate Hattemer: Für Freiheit, Kunst und Mayonnaise, Carlsen 2015.

Wie bitte? An ihrer renommierten Kunstakademie soll eine Reality-Show gedreht werden? Ethan und seine Freunde Luke, Elizabeth und Jackson können es nicht fassen. Auch wenn es ein Stipendium zu gewinnen gibt, so tief wollen sie nicht sinken! Luke, der Mastermind des Widerstandes, hat schon einen Plan: Sie werden den Feind mit den Waffen der Kunst schlagen, und zwar mit subversiv in Umlauf gebrachten Protestgedichten. Und mit viel Mut und Fantasie und einer heldenhaften Wüstenrennmaus können die Freunde fast alles erreichen!

Management

Martin Gaedt: Rock Your Idea. Mit Ideen die Welt verändern, Murmann Verlag 2016.

Gute Ideen begeistern – doch wie wird man wirklich kreativ und wie kommt man auf eine zündende Idee? 
Martin Gaedt beschreibt den Rhythmus, mit dem man Ideen rockt, er erzählt von persönlichen Aha-Erlebnissen und von Misserfolgen. Und er provoziert, denn harmonische Systeme sind dumme Systeme. Kritik, Widerspruch und Neugier sind die Basis für gute Ideen – gepaart mit Humor, Überraschung und Risiko. Das Neue braucht Menschen, die lachend Grenzen überschreiten, fest an ihre Vision glauben und Ideen gegen alle Widerstände durchboxen. Innovation ist Regelbruch!

Dietmar Grichnik: Entrepreneurial Living – Unternimm dein Leben: In 7 Zügen zur Selbstständigkeit, Carl Hanser Verlag 2016.

Egal, ob wir uns vornehmen, das neue Amazon zu entwickeln, eine Bar zu eröffnen oder mit unseren Freunden ein Hilfswerk ins Leben zu rufen: Es gibt tausend Gründe, um zu gründen – und in uns allen steckt ein Unternehmer!
 Dieses Buch zeigt in sieben Zügen, was es braucht, um sich mit Humor und Freude an das unternehmerische Leben heranzuwagen und das persönliche Glück in der Eigenverantwortung zu finden.



Adam Grant: Nonkonformisten: Warum Originalität die Welt bewegt, Droemer Knaur 2016.

In vielen Unternehmen wird Kreativität nicht sehr geschätzt. Bevorzugt werden Leistungsträger, die sich einfügen und nicht durch eigene Ideen hervorstechen wollen. Dabei sind es gerade die originellen Nonkonformisten, die mit innovativen Veränderungen der Wirtschaft neue Impulse geben. Der renommierte Organisationspsychologe Adam Grant zeigt, welche Menschen die größten Originale sind, und er macht klar, wie man seine Eigenheit besser ins Spiel bringt, Verbündete gewinnt und den richtigen Zeitpunkt zum Handeln wählt.Eine inspirierende Perspektive für alle, die ihre eigenen Ideen umsetzen und Großes leisten wollen.

William MacAskill: Gutes besser tun: Wie wir mit effektivem Altruismus die Welt verändern können, Ullstein Verlg 2016.

Soll ich einen Flüchtling bei mir beherbergen? Ist es sinnvoll, nach Naturkatastrophen zu spenden? Übernehme ich besser die Patenschaft für ein Kind aus Äthiopien oder für ein Kind aus Deutschland? Helfe ich den Betroffenen, oder beruhige ich nur mein Gewissen?

William MacAskill hat mit dem Konzept des effektiven Altruismus eine Antwort gefunden. Er nennt die Kriterien für sinnvolles und nachhaltiges Helfen. Oft sind es scheinbar kleine Handlungen, die Großes bewirken: Eine einfache Wurmkur verbessert die Lebensqualität afrikanischer Kinder mehr als eine teure Wasserpumpe fürs ganze Dorf. MacAskill zeigt, warum gut gemeint und gut gemacht zwei verschiedene Dinge sind und wie wir Veränderungen am besten erreichen können. Sein Buch ist eine konkrete Handreichung für alle, die Gutes noch besser tun wollen.

Christoph Giesa, New Business Order: Wie Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern. Carl Hanser Verlag 2014.

Kleine Start-ups haben angefangen, etablierte Unternehmen aufzumischen: durch neue Produkte, Ideen, Prozesse und eine Kultur der Offenheit. Sie sind nah am Kunden, einfallsreich und geben nicht auf. Sie erobern neue Märkte und nutzen die Chancen, die die Großen verschlafen. Und sie stellen die richtigen Fragen: Wir brauchen Finanzdienstleistungen – aber brauchen wir Banken? Wir brauchen Energie – aber brauchen wir die großen Energiekonzerne? Ihre Antwort sind neue Geschäftsmodelle, von denen wir alle profitieren können. Dieses Buch zeigt, wie man die Veränderungen der neuen Arbeitswelt zu Chancen macht – und diese nutzt.

Unterhaltung

Gerald Hüther, Etwas mehr Hirn, bitte: Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten, Vandenhoeck & Ruprecht 2015.

Nur wir Menschen sind in der Lage, unsere Lebenswelt immer besser nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Indem wir uns aber immer perfekter an die so gestaltete Lebenswelt anpassen, verlieren wir allzu leicht auch unsere Fähigkeit, immer wieder nach neuen Wegen zu suchen und dabei aus den eigenen Fehlern zu lernen. Doch: Wir sind frei, wir haben die Wahl. Und für die Entfaltung der in uns angelegten Potentiale brauchen wir die Begegnung und den Austausch mit anderen. Die Freude am eigenen Denken und die Lust am gemeinsamen Gestalten sind die großen Themen dieses Buches. Der Biologe Hüther macht deutlich: Gemeinsam kommen wir weiter als allein. Wir verfügen über Talente und Begabungen und ein zeitlebens lernfähiges Gehirn, das für die Lösung von Problemen optimiert ist. Wir können Erfahrungen anderer übernehmen und über Generationen weitergeben. Wenn wir erkennen, dass unser Gehirn sein Potential in Netzwerken mit anderen entfalten kann, dass wir in all unserer Verschiedenheit zusammengehören, voneinander abhängig und miteinander verbunden sind, dann öffnet sich auch der Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft, denn: Gemeinsam verfügen wir über deutlich mehr Hirn als allein!

Nicolas Tenaillon, Die Kunst, immer Recht zu behalten: Die besten Tricks der Philosophen. C.H. Beck Verlag 2016.

Der Weg zur Wahrheit ist mühsam. Immer recht zu haben, ist dagegen kein Problem. Und macht noch dazu grandiosen Spaß. Dieses Buch zeigt, wie man in jeder Diskussion seinen Gegner schachmatt setzen kann. Auch wenn man eklatant im Unrecht ist. Würdigen Sie den Gegenstand der Debatte herab! Führen Sie Ihren Gegner auf dünnes Eis! Spielen Sie den Unverstandenen! Und wenn all das nichts hilft: Labern Sie los, bis der Arzt kommt! Nicolas Tenaillon erklärt die hinterhältigsten Strategien zum Überleben in feindlicher Umgebung. Alle diese Tricks haben schon den größten Philosophen von Sokrates bis Sartre aus der Klemme geholfen. Ob in Auseinandersetzungen mit Ihrem Partner, in Meetings oder im vertrauten Gespräch mit Eltern und Freunden: Es gibt immer einen Weg, die fehlgeleiteten Meinungen der anderen zu pulverisieren. Und für den Fall, dass Ihr Gegner dieselben Tricks kennt, verrät das Buch Ihnen auch die schlausten und elegantesten Abwehrmanöver.

Gunter Dueck, »Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam«, Campus Verlag 2015.

Die »Schwarmintelligenz« treibt uns geradewegs ins Verderben. Denn statt einer Konzentration an Intelligenz regiert im Schwarm oft das Prinzip: Viele Köche verderben den Brei. Sinnlose Meetings, schmerzhafte Kompromisse, unausgereifte Ergebnisse trotz Teamarbeit sind in Unternehmen und Institutionen keine Ausnahme, sondern die Regel.
 Gunter Dueck gibt dem Phänomen in seinem Buch einen Namen.
"Schwarmdummheit« nennt es Gunter Dueck, Querdenker und Arbeitsweltexperte. Mit seinem Buch macht er uns klar, warum jeder Einzelne im Team oft besser entscheidet als das Team selbst. »Wild Duck« seziert die Brutstätten der Schwarmdummheit und zeigt uns gleichzeitig, wie das genial Einfache in der Masse entstehen kann. Dafür gibt es eine Voraussetzung: Vor dem Ausschwärmen Dueck lesen!


Björn Kern: Das Beste, was wir tun können, ist nichts, Fischer-Taschenbuch 2016.

»Nichtstun heißt ja nicht, dass ich nichts tue. Nichtstun heißt, die falschen Dinge sein zu lassen.« 

In seinem Buch ›Das Beste, was wir tun können, ist nichts‹ erzählt Björn Kern, wovon wir alle träumen: Mehr Zeit, weniger Arbeit, mehr Leben. Wunderbar komisch und charmant schildert er seinen ganz eigenen Abschied von Fleiß und Tatendrang hin zu mehr Gelassenheit. Björn Kern beschließt, auf einen alten Hof in den verlassenen Weiten des Oderbruchs zu ziehen. Seither arbeitet er so wenig wie möglich und verbringt seine Tage größtenteils auf einer Bank unter einem Birnbaum. Von dort aus erzählt er ebenso inspirierende wie pointierte Geschichten vom Nichtstun, in denen er nicht zuletzt auf ganz praktische Fragen eingeht: Ich habe einen Job, den ich nicht kündigen kann – was tun? Wie schaffe ich es, keinen neuen Rechner und kein neues Smartphone zu kaufen, geschweige denn eine Klappsense vom Baumarkt mit Plastikgriff? Warum macht Nichtstun so glücklich und rettet nebenbei auch noch die Welt?

 

Verlagstexte
18.07.2016, Eva Göbel
Vorheriger Artikel Nächster Artikel
nächster Artikel: KM Magazin Nr. 112 - Preisfrag...
Seite zurück Liste
Ähnliche Artikel in Seite zurück Allen Themenbereichen
[Berufsbilder/Karriereplanung] [Existenzgründung/Selbstständigkeit] [Innovation] [Kreativität] [Kultur-/Kreativwirtschaft] [Unternehmenskultur]

Ähnliche Artikel in Seite zurück Allen Sparten
[Berufsbilder/Karriereplanung] [Existenzgründung/Selbstständigkeit] [Innovation] [Kreativität] [Kultur-/Kreativwirtschaft] [Unternehmenskultur]