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28. Mai 2017

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Kultur- und Kreativpiloten 2016 ausgezeichnet

Die Bundesregierung hat am 23. November in Berlin 32 Kreativunternehmen mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird einmal im Jahr an Gründer und Gründerteams vergeben, die mit innovativen Geschäftsideen und Unternehmen, die Zukunft der Wirtschaft und unserer Gesellschaft mitgestalten.

In diesem Jahr haben sich bundesweit über 600 Unternehmen um die Auszeichnung beworben. Es sind außergewöhnliche Ideen und Teams, die am 23. November in Berlin die Auszeichnung erhalten haben. Darüber hinaus nehmen die 32 Titelträger nun gemeinsam an einem Förderprogramm teil: Jedes ausgezeichnete Unternehmen wird ein Jahr lang von zwei Mentoren begleitet. In mehreren Workshops kommen alle Titelträger zusammen und schmieden gemeinsam an Strategien für ihre Ideen und Unternehmen. „Dieses eine Jahr ist das Herzstück der Kultur- und Kreativpiloten. Unser Ziel ist es in diesem Jahr, den Ideen und Unternehmen genau die Unterstützung zu geben, die sie in ihren Entwicklungsphasen weiter bringt“, sagt Christoph Backes, Initiator und Projektleiter der Kultur- und Kreativpiloten.

Preisträger:

  • 13° – Jackle & Heidi (Neubrandenburg): Weltweit die einzige Crossmedia-Agentur mit angegliederter Eismanufaktur. Von der Ideenfindung, Planung und Rezeptur bis hin zur Produktion, Verpackung und Distribution werden alle Aufgaben unter einem Dach erledigt. Das ist vierdimensionales Marketing für alle Sinne.
  • Auf Augenhöhe (Berlin): Mode für kleinwüchsige Menschen: Das ist es, womit sich das Modelabel beschäftigt. Daneben soll „Auf Augenhöhe“ auch ein Forum sein, in dem sich kleinwüchsige Menschen austauschen können und Unterstützung bekommen, wo es nur geht.
  • Buntewelt (Dresden): Das Spiel als Kulturgut: In der Spielzeugausstellung können Kinder in jedem Alter ihre Kreativität entdecken und ausleben. 
  • Couchfestival (Berlin): Nicht weniger als eine Revolution auf dem bestehenden Musikmarkt hat sich das Team des „Couchfestival“ auf die Fahne geschrieben. Konzerte werden im Livestream inszeniert und durch Virtual Reality Bonus Material ergänzt. Auf der hauseigenen Couch kann man so an einem vollkommen neuen Live-Musikerlebnis teilnehmen.
  • Das Gute Ding / Sturmbrettchen (Düsseldorf): Die vier Gründer und Gestalter stellen sich mit ihrer Arbeit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Fragestellungen und entwickeln daraus neue Ansätze für Produkte, Architektur und Kommunikation. Design, das politische Bezüge gestalterisch aufgreift und umsetzt.
  • Delta Soundworks (Heidelberg): Sie entwickeln Klangwelten mit Musik und Sounddesign für 360°-Filme, Virtual Reality, Games und Klanginstallationen.
  • Fluxmo – Design Your Dream (Nürnberg): Der Kunde wird zum Mitgestalter des Produkts. Spielzeugdesigner Markus Utomo hat mit seinem Online-Fluxmodifikator ein Tool geschaffen, mit dem z. B. MiniaturAutomodelle vom Nutzer einfach verändert und individualisiert werden können. Per 3DLaserdruck entstehen so individualisierte Produkte in der Lieblingsfarbe, mit dem Lieblingsmotiv oder der eigenen Botschaft darauf.
  • Frankfurter Brett (Offenbach): Die Zwillinge Johannes und Joseph Schreiter sind Querdenker, die mit ihrem Erfindergeist und Gestaltungswillen Altbekanntes auf den Kopf stellen, wie bei ihrem Projekt „Frankfurter Brett“, ein neuartiges Schneidebrett, dass speziell gestaltet ist, um den Anforderungen der modernen Küche gerecht zu werden. Das Projekt ist der Anfang einer ganzen Reihe cleverer Designprodukte, die die beiden realisieren wollen.
  • hannsjana (Berlin): Als interdisziplinäres Künstlerinnenkollektiv haben sich „hannsjana“ auf die Produktion von Audiotouren spezialisiert. Sie verbinden Hörspiele mit Performance Kunst. Mal führt ein Kohlrabi durch ein Kunstmuseum und erklärt die Hängung der Bilder, mal tauchen Kröten in einem ehemaligen Kaufhaus auf und verhandeln die gesellschaftlichen Verschränkungen von Ökonomie und Feminismus. Eine neue Version der Kultur- und Kunstvermittlung.
  • H-EAR Babelsberg (Potsdam): Eine App für interaktive geobasierte Hörspiele und Features. „Mit unseren Hörgames locken wir die Radiohörer von der Couch auf die Straße und lassen sie in ihrer Stadt Abenteuer erleben“, so die beiden Gründerinnen.
  • Istanbul'Dan (Frankfurt): Design als Hommage an Istanbul. Traditionelle Handwerkskünstler aus Istanbul arbeiten gemeinsam mit Produktdesignern aus Deutschland an neuen kulturübergreifenden Produkten. Entstanden sind dabei zum Beispiel Leuchten oder Gefäße, die Herangehensweisen aus dem modernen Produktdesign mit den Materialien und Verfahren des traditionellen Handwerks verschränken.
  • Junge Tüftler (Berlin): Junge Tüftler machen die digitale Welt mit kreativen und künstlerischen Lernmethoden spielerisch begreifbar und bereiten die junge Generation auf eine Lebenswirklichkeit vor, die zunehmend vom Digitalen geprägt ist.
  • David Kaiser – Angewandte Kunst und Design (Hannover): Die handgefertigten Damaszenerstahlmesser vereinen die kulturhistorisch bedeutsame Technik des Damast- und Messerschmiedens mit moderner Kunststofftechnologie. Damit katapultiert David Kaiser die alte Schmiedetechnik in die Jetztzeit.
  • Locksmith (Bochum): Locksmith liefert die Ideen, die Software und die Erfahrung, um den Live-Escape-Trend auf eine neue Ebene zu heben. Hierzu haben sie eine Software entwickelt, die deutlich komplexere Effekte in den Escape-Räumen ermöglicht und gleichzeitig die Betreuung einfacher macht.
  • matoi Dillendorf (Rheinland-Pfalz): Zeitlose Bauklötzchen mit Hightech-Innenleben aus Magneten und Sensoren, die per App programmiert werden. Ein Spielzeug das mit den Kindern mitwächst und lernt.
  • Mediasteak (Berlin): Eine Online Plattform, die die Inhalte von Mediatheken für die User kurartiert. Durch eine persönliche Kritik zu den Beiträgen, in Verbindung mit dem Direktlink zum Video, haben die beiden Gründerinnen eine neue Art des Online-TVs kreiert.
  • Mustergültig – Atelier für Raum- & Ding-Design (Bremen): Upcycling - Aus gealterten Fundobjekten und Sammelsurien entstehen brauchbare, funktionale und liebevolle Möbelteile und Wohnaccessoires.
  • Performance Dinner (Gießen): Rolf Baltromejus' „Performance Dinner“ sind die Kombination von Kunst, kunstvollen Gerichten, küchenfernen Ess-Orten und einer Gruppe interessierter Gäste. Wie schmeckt ein Picasso? Welches Gewürz passt zu Gerhard Richter? Rolf Baltromejus inszeniert Kunst-Dinner in Museen oder Galerien.
  • PSY+CO (Köln / Düsseldorf): Der Sanitätsshop für die Psyche bietet ein Sortiment ernster wie humorvoller Hilfsmittel für die Gesunderhaltung der Psyche und ihre verschiedenen Störungs- und Krankheitsbilder.
  • Reclaimed Marshland und das Wendie Webfest (Hamburg): Das Format der Webserie stellt den Medienkonsum auf den Kopf. In Deutschland steckt die Webserienszene noch in den Kinderschuhen. Reclaimed Marshland wollen das ändern und gründeten das Wendie Webfest Hamburg. Ein Festival, speziell für Webserien, das internationale Bekanntheit erlangte und den Ruf als Nest der deutschen Webserienszene erlangt hat.
  • rotes pferd (Berlin): Felix Nolze und Christian Eckelmann arbeiten an der Entwicklung und Gestaltung von Ausstellungen, Themenräumen, Spielgeräten und interaktiven Exponaten. Als Kreativagentur gestalten sie interaktive Installationen und entwickeln damit neue Arten des Storytellings.
  • Schurkenstart Film (Hildesheim): Der Zuschauer entscheidet, wie der Film weiter- und ausgeht. Schurkenstart entwickeln Interaktive Filmformate, bei denen das Publikum in die Geschichte eingebunden wird.
  • Serienwerk (Berlin): „Serienwerk“ ist eine Entwicklungs- und Produktionsschmiede für serielle Formate jeder Art, für Sender, Marken und Plattformen. Sie entwickeln episodenübergreifende Dramen, Sitcoms, Webserien oder Branded-Entertainment-Formate.
  • Stadtholz (Bad Zwischenahn): STADTHOLZ ist das Spielen mit Gegensätzen. Ein natürlicher, fair gehandelter Rohstoff wie Holz im Kontrast zur Urbanität. Daraus entstehen in kleinen Serien Uhren und Sonnenbrillen.
  • Straight – A different perspective on female homosexuality (Berlin): „STRAIGHT ist eine lifestyleorientierte Plattform, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die weibliche Homosexualität in den Fokus zu rücken.
  • The Buzzard (Leipzig): Auf der Onlineplattform The Buzzard finden Leser einen schnellen Einstieg in die Bloggerwelt und können auf interaktiven Onlinekarten vergleichen, was Blogger aus verschiedenen Regionen zu aktuellen Themen sagen. Mit TheBuzzard.org soll es in Zukunft einfacher werden, politische Diskurse aus unterschiedlichen lokalen Perspektiven nachzuvollziehen und die ganze Bandbreite politischer Debatten zu erfassen.
  • Thoughtfish (Berlin): Die von „Thoughtfish“ entwickelten Spiele und gamifizierten Apps nutzen verschiedenste Datenquellen, um die Reaktion der App an den Kontext des Nutzers anzupassen. Die App weiß, ob der User zum Beispiel bei Regen auf einem Spielplatz sitzt oder bei Schnee durch die Fußgängerzone läuft – und vielleicht einen Kaffee trinken möchte. Und passt die Inhalte des Spiels danach an.
  • Traumfabrik (Regensburg): Die Traumfabrik ist ein Showtheater, das seit 1980 Kunst, Kultur, Sport, Musik und Theater miteinander vermischt. Dabei versteht sich das Team der Traumfabrik nicht als klassische Eventagentur, sondern setzt den Fokus auf die künstlerische Gestaltung für nationale und internationale Produktionen im Kultur- und Sportbereich.
  • Trekkers Huus (Hannover): Zum Minihotel ausgebaute Seecontainer für Kurzaufenthalte, für Menschen, die umweltbewusst und nachhaltig reisen möchten.
  • trix (Berlin): trix erarbeitet mit innovativen Technologien transmediale Konzepte, bei denen die Nutzer eine Geschichte selbst durchleben. Mit Virtual Reality Technik wollen sie zum Beispiel den Theaterbereich in die Zukunft führen und nicht gekannte Bühnenerlebnisse schaffen.
  • vomhörensehen (Bremen): Vomhörensehen ist eine Medien- und Projektschmiede für soziale und kulturelle Projekte wie zum Beispiel einen Filmwettbewerb für Jugendliche zur Suchtprävention oder ein Informationsportal für Geflüchtete in Bremen, damit sich diese in der fremden Umgebung schnellstmöglich neu orientieren können.
  • Vragments (Berlin): Neue Technologien erlauben es, die Wirklichkeit um virtuelle Realitäten zu erweitern. Vragments ist ein Team aus Journalisten, Entwicklern, Grafikern und Wissenschaftlern, das interaktive 3D-Produkte konzipiert und umsetzt und neue Welten schafft. 

Seit 2010 wird die Auszeichnung jährlich an Gründer und Unternehmer aus der Kultur- und Kreativwirtschaft vergeben. Im Vorfeld wurden 96 Unternehmen zu Auswahlgesprächen eingeladen. Hier konnten die Bewerber noch einmal persönlich von sich und der eigenen Idee überzeugen. Die Jury ist jedes Jahr mit Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen besetzt – z. B. aus Politik, Wirtschaft und Titelträgern der letzten Jahrgänge. Mit diesem Jahrgang wurden insgesamt 224 Unternehmen als Kultur- und Kreativpiloten ausgezeichnet.

Organisator der Auszeichnung Kultur- und Kreativpiloten Deutschland ist das u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e. V. in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Förderer ist die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung, ein Projekt de Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

29.11.2016, Kristin Oswald
Quelle: http://kultur-kreativpiloten.de/titeltraeger-2016/
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