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23. Mai 2017

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7. Kreativwirtschaftsbericht zeigt: Österreichs Kreativunternehmen sind Innovationstreiber

Am 26. April wurde der 7. Österreichische Kreativwirtschaftsbericht mit dem Schwerpunkt Crossover-Effekte und Innovation vorgestellt. Er zeigt, dass die hiesigen Kreativwirtschaftsunternehmen Treiber des digitalen Wandels und Innovatoren für andere Wirtschaftsbereiche sind, so Staatssekretär Harald Mahrer.

Dies, so betonte Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, trüge dazu bei, dass die Kreativszene im Gegensatz zu anderen Branchen sehr robust wächst. „40 Prozent der Kreativen unterstützen andere Unternehmen bei Innovationen, für rund ein Drittel ist die Innovationsaktivität für ihre Kunden sogar das vorrangige Geschäftsmodell“, so Schultz.

„Die Entwicklung der Kreativen beschleunigt sich, das Beschäftigungsplus ist beachtlich. Kreativunternehmen wachsen von Solo-Selbständigen zu Kleinstunternehmen und geben damit dem heimischen Standort wichtige Impulse“, so Schultz. So stieg die Beschäftigung im Zeitraum 2008–2014 um 11,8 Prozent. „Das heißt, dass 300.000 Beschäftigte aus der Kreativwirtschaft direkt und indirekt in der Gesamtwirtschaft einen Arbeitsplatz haben. Das ist umso wichtiger als eine Vielzahl dieser Jobs in den regionalen Gebieten entsteht. Auch wenn Wien der Hub ist, weisen Oberösterreich und Kärnten eine dynamischere Entwicklung auf“, unterstrich die WKÖ-Vizepräsidentin. 

In Summe arbeiten im Kreativbereich bereits 152.400 Personen in mehr als 42.000 Unternehmen, jedes zweite ist für Innovationen in anderen Branchen verantwortlich. „Der Geschäftserfolg basiert in der Regel auf dem Einsatz modernster Technologien. Gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung sind unsere Kreativen Pioniere, die eine Brücke in die Zukunft bauen“, so Mahrer.  

Flexible Arbeitszeiten für Kleinstunternehmen „Um und Auf“

Was diese jungen Unternehmen nun bräuchten, so Schultz, sei ein Mix aus Erleichterungen bei der Kleinstunternehmerregelung und flexibleren Arbeitszeiten. „Ich denke an eine Anhebung der Grenze bei der Kleinstunternehmerregelung von 30.000 auf 35.000 Euro, ab der die Betriebe von der Umsatzsteuer befreit sind. Und vor allem mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten. 64 Prozent der Unternehmen geben an, dass ein modernes Arbeitszeitgesetz direkt die betriebliche Ebene bei der flexiblen Gestaltung ermächtigen soll, denn Kreativität lässt sich nicht in einen Nine-to-Five-Rahmen pressen“, betonte Schultz. 

Staatssekretär Mahrer verwies auf die bereits in Umsetzung befindliche Kreativwirtschaftsstrategie des BMWFW und auf Fördermaßnahmen hin, wie den nächsten Call des Kreativwirtschaftsschecks im Juli. In Summe stehen 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, um die Innovationskraft von Klein- und Mittelunternehmen zu stärken. Zudem wird im Rahmen des Europäischen Garantiefonds der Zugang für Kreativunternehmen zu Bankkrediten durch eine Besicherung des Risikos erleichtert. „Die Kreativen sind erwachsen geworden und aus einer Randbranche ist eine zentrale Branche für unsere Wirtschaft geworden – diese Rolle wird sich in Zukunft noch weiter verstärken“, so Mahrer.

91 Prozent der Kreativunternehmen sind innovationsaktiv

Die beiden Studienautoren des österreichischen Kreativwirtschaftsberichts, Peter Voithofer, KMU Forschung Austria, und Herwig Schneider, IWI, betonten insbesondere die starken volkswirtschaftlichen Effekte. So weist die Kreativwirtschaft insgesamt eine volkswirtschaftliche Produktion von 37,6 Milliarden Euro auf und eine Wertschöpfung von 18,7 Milliarden Euro auf – unter Berücksichtigung aller Verflechtungen am heimischen Standort. Die Mehrzahl der Kreativunternehmen sind kleinbetrieblich strukturiert und jung – 39 Prozent der Unternehmen sind weniger als 10 Jahre am Markt. 

 44 Prozent der Kreativunternehmen rechnen sich schwerpunktmäßig der Entwicklung und Konzeption zu, B2B-Beziehungen sind bei 78 Prozent vorherrschend. Maßgeblich sind Cross-Over-Effekte in den Bereichen Industry-, Netzwerk- und Wissens-Crossover. Diese reichen von einer Stärkung der Innovationsleistung anderer Wirtschaftsbereiche, Impulsen etwa im Lieferantenbereich durch neue Produkte und Technologien, der Erhöhung der Attraktivität von Städten und Regionen und der Stärkung regionaler Wertschöpfungs- und Innovationssysteme sowie im Innovationsbeiträgen für New Public Management bis dem Gesundheitswesen. 91 Prozent der Kreativunternehmen sind innovationsaktiv, drei Viertel haben in den vergangenen drei Jahren neue Produkte bzw. Dienstleistungen für Kunden erstellt. Der Schwerpunkt kreativer Innovationen liegt auf neuartiger Gestaltung (57 Prozent) und Technologieanwendung (53 Prozent).

Der gesamte Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Beiträge zum Thema
Österreichisches Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
27.04.2017, Kristin Oswald
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