Zur Navigation springen
Zum Inhalt springen

Kulturmanagement Network

Internationaler Informationsdienst für Kultur & Management

Sie sind nicht im
KM-Portal eingeloggt.
28. Juli 2017

Es folgt der Seiteninhalt

Es folgt der Seiteninhalt
Vorheriger Artikel Nächster Artikel
nächster Artikel: Call for Papers: MAI-Tagung 20...
Seite zurück Liste
Meldung

Geteilte Daten, doppeltes Glück: Sieger von Coding da Vinci Nord gekürt

Mit der Ehrung der Sieger ging Coding Da Vinci Nord als erster regionaler Ableger des Kultur-Hackathons am Wochenende erfolgreich zu Ende. Die Gewinner setzten erneut die Idee um, digitale Kultur-Daten für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Trotz der regionalen Beschränkung war die Zahl der teilnehmenden Kulturinstitutionen überraschend hoch und auch dänische Einrichtungen waren vertreten, sodass sich eine Vielzahl an DesignerInnen und EntwicklerInnen von deren Datensätzen inspirieren lassen konnte.

Die Digitalisierung von kulturellen Sammlungen ist einer der am stärksten geförderten und geforderten Aufgabenbereiche in Kultureinrichtungen. Die Idee dahinter ist, sowohl für interessierte Laien als auch für Wissenschaftler die Zugänglichkeit und Nutzung von Sammlungsstücken zu verbessern, die sonst im Depot verborgen blieben. In den meisten Fällen reichen die Möglichkeiten der Institutionen jedoch nicht über die Digitalisierung hinaus. Hier setzen die Veranstalter von Coding Da Vinci an. Sie möchten das Potential der digitalen Bestände aufzeigen und das Thema Offene Daten im Kulturbereich vorantreiben. Neben kreativen und nützlichen Anwendungen ist es auch Ziel, die Entwickler-, Gamesliebhaber- und Designercommunity mit Gedächtnisinstitutionen zu vernetzen.

„Coding da Vinci Nord“ mit regionalem Fokus auf den Norden Europas wurde gemeinschaftlich vom Archäologischen Museum Hamburg, Code for Hamburg, eCulture.info, der Hamburg Kreativ Gesellschaft, Projekte&Seminare – Sabine Heydenbluth, der Stiftung Historische Museen Hamburg, We- Build.City und Wikipedia Hamburg veranstaltet. Über 100 Entwickler, Designer, Geisteswissenschaftler und Kulturinteressierte aus Norddeutschland und Dänemark entwickelten im Rahmen des Kulturhackathons in den letzten sechs Wochen in interdisziplinären Projekten neue Apps, Webseiten und andere digitale Ausdrucksformen auf der Grundlage offener Kulturdaten.

Bei der Preisverleihung am 6. November 2016 wurden die Ergebnisse ihrer Entwicklungsarbeit präsentiert und von einer Jury in fünf unterschiedlichen Kategorien gekürt:

Als „Best of Show“ wurde die App „Zeitblick“ (im App Store) ausgezeichnet. Der Benutzer nimmt von sich ein Selfie auf, die Anwendung analysiert den Gesichtsausdruck und findet ein entsprechendes historisches Foto in der Datenbank der Sammlung Online des Museums für Kunst und Gewerbe.

Die Preisträger in den weiteren vier Kategorien sind „Klang der Sterne - die Struktur des Universums hörbar machen“ (Most Unusual Use of Data), „Sound of Sails - Schiffsdaten mit Musikstücken in ein visuelles-audio Porträt verwandeln“ (Technical Achievement), „MKGo - individuelle Routen durch das Museum für Kunst & Gewerbe“ (Best Design) und „KollekTOURmat - Analoge Ansichtstour zu Hamburger Geschichte(n)“ (Most Playful; kollektourmat.de).

Für den ersten Hamburger Kulturhackathon standen den Teilnehmern 23 Datensets zur Verfügung. Mehrere Hamburger Kulturinstitutionen haben sich bereit erklärt, Ihre Datenbestände für „Coding da Vinci Nord“ zu öffnen, darunter das Archäologische Museum Hamburg, das Museum der Arbeit, das Museum für Kunst und Gewerbe und die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky. Das KENOM-Projekt stellt sein virtuelles Münzkabinett vollständig zur Verfügung. Von außerhalb Hamburgs wurden u.a. Daten des schwedischen Nationalmuseums, der Universität Kiel und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme sowie dänische Daten für die Teilnehmer bereit gestellt.

Informationen zu den Preisträgern und allen Projekten von „Coding da Vinci Nord“ sind bei Hackdash einsehbar.

2014 war „Coding da Vinci“ in Berlin als deutschlandweites Event von der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation Deutschland, Wikimedia Deutschland und der Servicestelle Digitalisierung Berlin gegründet worden.

10.11.2016, Kristin Oswald
Quelle: https://codingdavinci.de/events/
Vorheriger Artikel Nächster Artikel
nächster Artikel: Call for Papers: MAI-Tagung 20...
Seite zurück Liste
Ähnliche Artikel in Seite zurück Allen Themenbereichen
[Digitalisierung] [Kulturvermittlung] [Web 2.0 / Social Media]

Ähnliche Artikel in Seite zurück Allen Sparten
[Digitalisierung] [Kulturvermittlung] [Web 2.0 / Social Media]