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23. Juni 2017

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Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement 2017: Kultur im Umbruch

Die Welt verändert sich rasant und mit ihr die Bedingungen, unter denen Kultur entsteht und wahrgenommen wird. Doch hinken Institutionen, Förderstrukturen und teilweise auch Überzeugungen des Kulturbetriebs diesen Veränderungen oftmals hinterher. Diese notwendigen Veränderungen anzustoßen ist auch Aufgabe des Kulturmanagements - Thema der zehnten Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement, die vom 19. bis 2. Januar 2017 in Weimar stattfindet.

Die großen Schlagwörter wie Migration, Digitalisierung und Globalisierung schweben wie eine dunkle Wolke über allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und Arbeitens. Wie gut, dass es die wissenschaftliche Perspektive gibt, die nicht nach den Kategorien gut oder schlecht bewertet, sondern neutral Entwicklungen und ihre Möglichkeiten aufzeigt. Veränderung ist immer, und so kann es nur darum gehen, die Wucht dieser Veränderungen durch vorausschauende Maßnahmen abzufedern und eigentlich und idealer Weise sogar mit zu gestalten und die Zukunft in einem Prozess gemeinsamer Debatten und Entscheidungsfindung selbstverantwortlich anzugehen. 

Transformation von Systemen, Institutionen und Formaten

Die 10. Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement wird in Zusammenarbeit mit dem Studienfach Kulturmanagement der HfM Weimar und der Klassik Stiftung Weimar durchgeführt.

 Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Veränderungsprozesse und ihre Folgen und Möglichkeiten für den Kulturbetrieb zu diskutieren. Das betrifft kulturpolitische Entscheidungen und Grundannahmen, die Veränderung von Institutionen, des Publikums, neue Szenarien für Kulturfinanzierung, aber auch eine dynamische und den aktuellen Verhältnissen immer angemessene Entwicklung in Lehre und Forschung des Kulturmanagements an den Universitäten. 

Dies alles betrifft auch das Verhältnis, in dem öffentlich-rechtliche, privatwirtschaftlich-kommerzielle und zivilgesellschaftliche Akteure zueinander stehen und wie dieses Verhältnis in Zukunft ausgehandelt wird. Wir werden in den kommenden Jahren nicht weniger als einen Umbau des gesellschaftlichen Kultursystems und seiner Institutionen erleben. Einen ersten Vorgeschmack darauf bieten transnationale Freihandelsabkommen wie TTIP, aber auch das neue Kulturschutzgesetz und den Umgang der Gesellschaft mit digitalen Produkten. 

Allerdings werden die kulturpolitischen Debatten – ungeachtet dieser Umbrüche – immer noch von alten Rezepten wie ‚Kultur für alle‘ oder dem der gleichen Logik verpflichteten ‚Bitterfelder Weg‘ dominiert. Dabei werden häufig Wachstumsparadigmen vertreten, die eine Ausweitung der selbstreferentiellen und -legitimierenden Hochkulturlogik (‚Theater muss sein!‘) propagieren und so an den gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozessen vorbei argumentieren bzw. diese verschleiern.

Statt auf Besitzstandswahrung zu setzen und in tradierten Strukturen zu verharren, möchte die 10. Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement in Weimar das Feld der kulturellen Praxis öffnen und die zentralen Herausforderungen diskutieren, vor denen Kultursystem und Kulturinstitutionen in der Gesellschaft stehen. 

PROGRAMM (Auszug)

Freitag, 20. Januar 2017

09:00 – 11.15 Uhr Impulsreferate

  • Einführung in das Tagungsthema und Rückblick auf 10 Jahre Kulturmanagement-Forschung, Steffen Höhne, Hf M Franz Liszt Weimar
  • Beharrungskräfte und institutioneller Wandel. Das Beispiel des Theatersystems in Deutschland, Dieter Haselbach, Philipps-Universität Marburg
  • Herausforderungen interkultureller Kompetenz, Jürgen Bolten, Friedrich-Schiller-Universität Jena

11:30-13:00 Impulsreferate

  • Ist Transformationskompetenz lernbar? Herausforderungen für Lehre und Studiengangsentwicklung im Kunst- und Kulturmanagement, Martin Zierold, Karlshochschule Karlsruhe
  • Möglichkeiten und Grenzen kulturpolitischer Transformation am aktuellen Beispiel Thüringen, Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor Stadt Erfurt

14:00 – 16:00 Parallele Sessions

1. Transformation der Institutionen 

  • Diversification of Theatre Forms in Contemporary Theatre, Mara Kaeser, Ludwig Maximilian Universität München
  • Hochkultur-Spitzenarbeit im ländlichen Raum, Ralph Philipp Ziegler, Amt für Kulturmanagement Stadt Offenbach
  • Arts-based Careers in the Flexible Economy, Katarzyna Kopeć, Tischner University Kraków
  • Unternehmertum als Katalysator künstlerischer Innovation, Christian Holst, Opernhaus Zürich
  • Der Beitrag von Evaluation in Veränderungsprozessen, Ursula Bongaerts, Kulturstiftung des Bundes; Gaëlle Lisack, evalux

2. Transformation und Publikum 

  • Effekte der Internationalisierung auf nationale Kultursysteme, Birgit Mandel, Universität Hildesheim
  • Der Generationseffekt und das Kulturpublikum, Benjamin Andrae, Metrum Management GmbH
  • Menschen mit Migrationshintergrund als Kulturpublikum, Vera Allmanritter, Universität Hildesheim
  • Rezeptionszentrierung als strategischer Managementansatz, Annette Löseke, New York University Berlin

3. Transformation der Kulturfinanzierung 

  • Gerechtigkeitslogiken bei schwarmfinanzierten Kulturprojekten, Carsten Wernicke, Hf M Franz Liszt Weimar
  • Kultur & Nachhaltigkeit, Wigbert Boell, boell.com
  • Die Digitalisierung als Chance für die Kulturfinanzierung, Anaïs Röschke, David Jackson, The Art of Business Berlin
  • Geschäftsmodelle im Umbruch, Martin Lücke, Hochschule Macromedia Berlin

16:30-18:30 parallele Sessions & Formate

Herausforderung Digitalisierung 

  • Dynamic Pricing, Rainer Glaap, CTS Eventim Bremen
  • Google und die Kunst, ein Sponsor zu sein; Julia Glesner, Klassik Stiftung Weimar
  • Digitale Transformation und deren Auswirkungen, Sabine Jank, szenum Berlin

Doktoranden-Kolloquium 

  • “Dritte Orte” und “Thirdspace” im Kulturtourismus, Katja Drews, Universität Hildesheim
  • Konzeption einer transformativen Kulturpolitik, Michael Flohr, Universität Erfurt
  • Perspektiven der Wirksamkeit Auswärtiger Kulturpolitik, Rico Chmelik, Hf M Franz Liszt Weimar
  • Nachhaltigkeit in Musikfestivals, Ina Kahle, Leuphana Universität Lüneburg

Round Table: Jenseits der Rhetorik von Theorie und Praxis 

Leitung: Verena Teissl, FH Kufstein Tirol; Martin Lücke, Hochschule Macromedia Berlin ; Martin Zierold, Karlshochschule Karlsruhe

Samstag 21. Januar 2017

09:00 – 11:00 Nachhaltigkeit in Kulturmanagement und Kulturpolitik 

  • Der Kulturbetrieb als Motor einer nachhaltigen Entwicklung?, Annett Baumast, baumast. kultur & nachhaltigkeit Lenzburg
  • Kunstkommunikation - Katalysator von Wandel und Wachstum, Kristina von Bülow, Berlin
  • Vom Audience Development zum Community Building, Gernot Wolfram, Hochschule Macromedia Berlin; Patrick S. Föhl, Netzwerk Kulturberatung Berlin; Halah Al-Hayik, Berlin
  • Integration neuer Culturepreneure, Carsten Winter, HMTM Hannover

12:00–13:30 Transformation zwischen Kultur und Ökonomie

  • Wertakkumulation im ästhetischen Kapitalismus, Michael Hutter, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • Impulse und Potentiale von Urban Art, Carsten Baumgarth, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Tagungsgebühr



  • Mitglieder Fachverband Kulturmanagement: € 110
  • Nichtmitglieder (beschränkte Platzzahl): € 190
  • Studierende: € 50
  • Studierende von Mitgliedsinstitutionen: € 30

Hier können Sie das gesamte Tagungs-Programm als Flyer downloaden. 

Weitere Infos finden Sie auch auf der Tagungs-Website.

Weitere Beiträge zum Thema:

 

07.12.2016, Eva Göbel
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