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28. Mai 2017

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Tagung des Network of European Museum Organisations in Karlsruhe zum (Geld-)Wert von Museen

Die diesjährige Tagung des europäischen Museumsdachverbandes NEMO findet vom 10. bis 12. November zum ersten Mal nach über 10 Jahren wieder in Deutschland statt. Für hiesige Museen bietet sich damit die Möglichkeit, sich über internationale Best-Practices und innovative Ansätze zum Thema „Money Matters: The Economic Value of Museums“ zu informieren.

Der Aussage „Money Matters“ würde die Mehrheit der deutschen MuseumsmitarbeiterInnen zustimmen – und dabei wohl an wachsende Aufgaben, sinkende Haushalte und Drittmittelanträge denken. Doch „The Economic Value of Museums“ umfasst mehr als nur die Ökonomisierung musealer Tätigkeit, steigende Eigenfinanzierung und Effektivität. Die Budgetkürzungen, mit denen Museen in ganz Europa kämpfen, wirken sich zwar auf deren Strukturen und Angebote aus, wie NEMO-Direktor David Vuillaume betont. Doch gibt es für ihn verschiedenste Lösungsansätze, nicht nur im Bereich neuer Finanzierungsmöglichkeiten: „new kinds of cooperation with different stakeholders, new funding opportunities, new formats for different audiences and not the least: new ways of demonstrating and measuring the impact and value that museums have on different sectors and for society.” 

Deshalb gilt es für Museen, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln und ein Selbstbewusstsein, das neben den inhaltlichen auch die ökonomischen Potenziale von Museen umfasst. Wie das funktionieren kann, zeigt das Programm der NEMO-Jahrestagung. Darin werden auch neue Kooperationsformen, das Schaffen von Arbeitsplätzen, Kulturtourismus, Standortattraktivität und Regionalentwicklung Thema sein. „With this year’s conference, we want to help museums to be pro-active in this development, presenting and discussing some of Europe’s finest examples of great and sustainable business models for museums on the one hand, and learning about great cases that demonstrate powerful spill-over effects that museums have on other sectors on the other”, erklärt Vuillaume. 

Es geht NEMO also nicht um die oft verrufene Ökonomisierung von Museen, sondern darum, „to inspire the museum as a sector to act together and to achieve a strong and shared perspective on the museum’s economic value for society.“ Dafür dürften gerade die Programmpunkte zu internationalen Geschäftsmodellen und Arbeitserfahrungen neue Blickwinkel eröffnen, sind doch grenzüberschreitende Vergleiche und Beispiele bei deutschsprachigen Tagungen eher die Ausnahme. 

Neben einleitenden Vorträgen besteht der Großteil der NEMO-Konferenz aus Workshops und Gesprächsrunden, bei denen die verschiedenen Aspekte des Themas vertieft werden und Zeit für individuelle Fragen und Diskussionen bleibt. So beschäftigen sich die Treffen der NEMO Arbeitsgruppen etwa mit managerialen Aspekten wie lernenden Museumsstrukturen, Kooperationen mit der Kreativwirtschaft oder Urheberrechtsfragen. Auch dem Thema Museum und Migration wird Raum gegeben. In den Workshops können die Teilnehmer etwas über EU-Fördermittel, Projektpitches bei Privatinvestoren, Qualitätsmanagement oder Crowdfunding lernen.

Dass kooperative und ko-kreative Formate ein Schwerpunkt bei den Vorträgen wie bei den Workshops sind, verwundert dabei kaum. Bieten sie doch die Chance, externen Input zu bekommen, Strukturen zu überdenken und die Kommunikation mit verschiedenen Partnern auf neue Beine zu stellen. Eine solche aktivierende, lösungsorientierte Perspektive möchte NEMO innerhalb der europäischen Museumslandschaft fördern und deren Zusammenhalt stärken. „We believe that acting together as a museum sector is of utmost importance in challenging times for museums where budgets are shrinking while the demands are growing to operate as social agents”, so Vuillaume. 

Nicht nur inhaltlich ist die diesjährige NEMO-Jahrestagung deshalb ein muss für Mitarbeiter und Führungskräfte aus deutschen Museen, aber auch aus der Kreativwirtschaft und aus Randbereichen zum sozialen Sektor. „The growing interest in international exchange and collaboration shows that museums are aware of the need to cooperate to successfully position themselves in the future. Within a network, just like NEMO, we facilitate this exchange and cooperation on various issues, we help to develop the museums’ educational, social and economic role in society based on their strongest asset – the collections.” 

Der Veranstaltungsort Karlsruhe zeigt dabei, dass nicht nur Museen in den großen Metropolen ökonomisch wichtig und erfolgreich sein können: “Karlsruhe is one of Germany’s economically most interesting regions, with the creative sectors boosting different market sectors. Karlsruhe’s museums are actively involved in this development, having built different forms of cooperation with the creative and tourism sector, and delivering environments for creative entrepreneurship.

Bis zum 04. November können Sie sich für NEMO-Jahrestagung „Money Matters: The Economic Value of Museums“ anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 150€, für Mitglieder des Deutschen Museumsbundes und für Studenten 75 €. Darin enthalten sind die Tagungsunterlagen sowie die Begleitprogramme, Workshops, Ausflüge, Pausen und Abendveranstaltungen. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der NEMO-Website.

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19.09.2016, Kristin Oswald
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