Provinzkultur Teil IV
Innovation in ländlichen Gemeinden
Abseits der Metropolen tritt der strukturelle Wandel unserer Gesellschaft besonders deutlich zu Tage. Nicht nur für die immer größer werdenden Städte ist das eine Herausforderung. Gemeinden und ländliche Regionen müssen mit der Abwanderung und deren Folgen klar kommen. Kulturelle Innovation kann dabei eine wichtige Strategie sein. Christof Isopp und Roland Gruber zeigen mit den erfolgreichen Projekten des Büros für Verknüpfungen, wie Innovation in den ländlichen Gebieten Österreichs funktionieren kann.
Themenreihe Ländlicher Raum
In den letzten Jahren haben sich Christof Isopp und Roland Gruber unter anderem durch Zukunftsorte und den Landinger Sommer einen Namen gemacht, die wir ihnen hier vorstellen möchten.
Die Projekte zeigen deutlich wie Innovation in Gemeinden entstehen kann und welche Rolle Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft dabei spielen.
Zukunftsorte
Die Zukunftsorte sind 12 ländliche österreichische Gemeinden, die bei Zukunftsthemen im ländlichen Raum wie beispielsweise Bildung, demografischer Wandel, Lehrstand und Bauen, Mobilität, Naturschutz, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, zu den Vorreitern gehören.
"Es geht darum Gemeinden zu zeigen, dass sie das Rad nicht neu erfinden müssen, sondern voneinander lernen und bereits erprobte Modelle auf die eigenen Bedingungen adaptieren können", so die Initiatoren.
Die drei Strategien des Büros für Verknüpfungen sind hierfür zum einen der Blick hinaus, Impulse von Außen, und die sogenannten Ausheimischen. Das sind Menschen, die ursprünglich aus der jeweiligen Gemeinde stammen, ihren Lebensmittelpunkt in den urbanen Raum verlegt haben, aber wichtige Impulse für die Zukunftsentwicklung der Gemeinden geben können. Ziel ist es deshalb, die Ausheimischen in die Entwicklung der Gemeinden einzubeziehen.
Gemeinden müssen sich als Impulsgeber sehen und nicht als Vorgebende. Am Land müssen die Impulse, die in der Stadt an vielen Orten von selbst entstehen, oft gezielt gesetzt werden. Das kann durch Veranstaltungen, Förderungen, Projekte mit aktiven Bürgerbeteiligung oder durch das Verfügungstellen von Räumen geschehen, so Christof Isopp.
Landinger Sommer
Gemeinden müssen sich als Impulsgeber sehen und nicht als Vorgebende. Am Land müssen die Impulse, die in der Stadt an vielen Orten von selbst entstehen, oft gezielt gesetzt werden. Das kann durch Veranstaltungen, Förderungen, Projekte mit aktiven Bürgerbeteiligung oder durch das Verfügungstellen von Räumen geschehen, so Christof Isopp.
Landinger Sommer
Ein weiteres Projekt der beiden Gründer des Büros für Verknüpfungen ist der Landinger Sommer, mit dem sie den Mehrwert von Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft vorantreiben wollen.
Dabei treffen sich InitiatorInnen, KünstlerInnen, Kreative, Gemeindeverantwortliche und Einheimische, eine Woche im Zukunftsort Hinterstoder. Der gemeinsame Austausch wird durch Workshops, Brainstormings, lockere Freizeit- und Abendaktivitäten gefördert und unterstützt. Gemeinsam haben die TeilnehmerInnen, dass sie nach Inspiration suchen, die Zukunft aktiv mitgestalten wollen und an Ideen und neuen Kontakten interessiert sind.
Ganz ähnlich wie bei einem stARTcamp entsteht das Programm vor Ort und wird von allen mitgestaltet. Von den TeilnehmerInnen wird gewünscht, dass sie sich mit ihrem Können oder Wissen einbringen. Sonst verfügen sie frei über ihre Zeit und die Balance zwischen Urlaub und Konferenz. Die Anmeldung erfolgt auf der Website des Landinger Sommer, auf der auch die im Vorfeld eingebrachten Themen veröffentlicht werden.
Ganz ähnlich wie bei einem stARTcamp entsteht das Programm vor Ort und wird von allen mitgestaltet. Von den TeilnehmerInnen wird gewünscht, dass sie sich mit ihrem Können oder Wissen einbringen. Sonst verfügen sie frei über ihre Zeit und die Balance zwischen Urlaub und Konferenz. Die Anmeldung erfolgt auf der Website des Landinger Sommer, auf der auch die im Vorfeld eingebrachten Themen veröffentlicht werden.
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